Unit Economics analysieren die Wirtschaftlichkeit eines Geschäftsmodells auf der kleinsten sinnvollen Einheit: einem einzelnen Kunden, einer einzelnen Transaktion oder einem einzelnen Produkt. Die zentrale Frage lautet: Verdienen wir mit jeder Einheit Geld, oder subventionieren wir das Wachstum auf Kosten der Profitabilität? Ohne positive Unit Economics führt Wachstum nicht zu Gewinn, sondern zu proportional steigenden Verlusten.
Die wichtigsten Kennzahlen sind CAC (was kostet es, einen Kunden zu gewinnen?), LTV (was bringt ein Kunde über die gesamte Beziehung?), Contribution Margin (was bleibt pro Einheit nach variablen Kosten?) und Payback Period (wann hat sich die Kundenakquise amortisiert?). Ein Lieferdienst, der pro Bestellung 8 Euro Umsatz macht, aber 12 Euro an variablen Kosten hat, verliert mit jeder Bestellung Geld. Wachstum verschlimmert das Problem. Erst wenn die Unit Economics positiv sind, macht Skalierung wirtschaftlich Sinn.
Unit Economics sind besonders in frühen Phasen oft negativ, was akzeptabel sein kann, wenn ein klarer Pfad zur Verbesserung existiert. Problematisch wird es, wenn negative Unit Economics durch Wachstumsmetriken verschleiert werden und die strukturelle Unwirtschaftlichkeit nicht adressiert wird.