Die Strategic Choice Cascade ist das Kernmodell des Playing-to-Win-Frameworks und beschreibt Strategie als eine Kaskade von fünf integrierten Entscheidungen. Jede Entscheidung baut auf den vorherigen auf und beeinflusst die nachfolgenden: Winning Aspiration (Was wollen wir erreichen?), Where to Play (Wo sind wir aktiv?), How to Win (Wie gewinnen wir dort?), Capabilities (Was müssen wir können?) und Management Systems (Was unterstützt die Umsetzung?). Die Kaskade ist nicht linear, sondern iterativ: Antworten auf einer Ebene können Entscheidungen auf anderen Ebenen verändern.
In der Praxis wird die Kaskade oft als Arbeitsblatt eingesetzt, das ein Führungsteam gemeinsam ausfüllt. Der eigentliche Wert liegt nicht in der Beantwortung der einzelnen Fragen, sondern in der Prüfung der Konsistenz: Passen die Capabilities zur How-to-Win-Entscheidung? Unterstützen die Management Systems die gewählten Capabilities? Ist das Where to Play mit der Winning Aspiration vereinbar? Inkonsistenzen zwischen den Ebenen sind der häufigste Grund, warum Strategien in der Umsetzung scheitern.
Das Modell stammt von A.G. Lafley und Roger Martin und wurde bei Procter & Gamble entwickelt und erprobt. Die Kaskade kann auf Unternehmensebene, für einzelne Geschäftsbereiche oder für Produktlinien angewendet werden.