Playing to Win ist ein Strategie-Framework, das Strategie als eine Kaskade von fünf integrierten Entscheidungen definiert: Winning Aspiration (Was bedeutet Gewinnen für uns?), Where to Play (In welchen Märkten sind wir aktiv?), How to Win (Wie verschaffen wir uns einen Wettbewerbsvorteil?), Capabilities (Welche Fähigkeiten brauchen wir?) und Management Systems (Welche Strukturen unterstützen die Strategie?). Die Stärke des Frameworks liegt darin, dass es Strategie als ein System miteinander verbundener Entscheidungen behandelt, nicht als isolierte Einzelfragen.
A.G. Lafley und Roger Martin entwickelten das Framework auf Basis ihrer Erfahrung bei Procter & Gamble. Dort wurde es auf jeder Ebene angewendet: von der Unternehmensstrategie über einzelne Marken bis zu regionalen Entscheidungen. Jede Marke hatte eine eigene Choice Cascade, die konsistent mit der Gesamtstrategie sein musste. Die zentrale Einsicht: Strategie bedeutet, bewusste Entscheidungen zu treffen, wo man nicht spielen und was man nicht tun wird. Eine Strategie, die alles abdeckt, ist keine Strategie.
Das Framework wurde 2013 im gleichnamigen Buch veröffentlicht. Es eignet sich sowohl für die Erarbeitung neuer Strategien als auch für die Überprüfung bestehender: Passt die Choice Cascade noch zusammen, oder haben sich einzelne Elemente entkoppelt?