Ein Roofshot ist ein realistisches, verbindliches Ziel, bei dem 100 Prozent Erreichung erwartet wird. Im Gegensatz zum Moonshot, bei dem 70 Prozent als Erfolg gelten, handelt es sich beim Roofshot um Committed Goals, die nicht verfehlt werden duerfen. Die Unterscheidung ist wichtig, damit Teams und Stakeholder wissen, welche Ziele verbindlich sind und welche bewusst als Stretch formuliert wurden.
Typische Roofshots betreffen geschäftskritische Bereiche: 99,9 Prozent Uptime aufrechterhalten, regulatorische Anforderungen bis Deadline erfüllen oder Migration auf neues System bis Quartalsende abschließen. Diese Ziele erfordern keine kreative Ambition, sondern zuverlässige Umsetzung. In einem ausgewogenen OKR-Set stehen Roofshots neben Moonshots. Wenn alle Ziele Moonshots sind, fehlt die Verbindlichkeit. Wenn alle Ziele Roofshots sind, fehlt der Raum für Innovation und ambitioniertes Denken.
Der Begriff stammt aus der Google-OKR-Terminologie und wird dort auch als Committed OKR bezeichnet. Bei der Auswertung am Quartalsende wird bei Roofshots nicht die gleiche Nachsicht geuebt wie bei Moonshots: Wer einen Roofshot verfehlt, muss die Ursachen analysieren.