Ein Moonshot ist ein extrem ambitioniertes Ziel, bei dem bereits 70 Prozent Erreichung als Erfolg gilt. Die Idee dahinter: Wenn das Team auf zehnfaches Wachstum zielt und siebenfaches erreicht, ist das deutlich mehr, als wenn es sich von vornherein 20 Prozent vorgenommen hätte. Moonshots sind für transformative Ziele gedacht, nicht für Dinge, die zwingend zu 100 Prozent erfuellt werden müssen.
Der Unterschied zum Roofshot ist entscheidend für die Praxis. Ein Moonshot wie zehnfaches Wachstum in zwei Jahren setzt kreative Energie frei, weil er mit inkrementellen Maßnahmen nicht erreichbar ist und das Team zwingt, fundamental anders zu denken. Ein Roofshot wie 20 Prozent Wachstum ist realistischer und verbindlicher, denn hier wird 100 Prozent Erreichung erwartet. Gute OKR-Sets kombinieren beides: Moonshots für strategische Durchbrueche und Roofshots für geschäftskritische Verpflichtungen. Ohne diese Unterscheidung entsteht Verwirrung darueber, welche Ziele verbindlich sind und welche als Stretch-Ziele gelten.
Der Begriff geht auf Googles OKR-Kultur zurück und ist inspiriert von John F. Kennedys Ankündigung der Mondlandung im Jahr 1961. Wichtig ist, dass Moonshots nie an Vergütung gekoppelt werden, weil sonst niemand ambitionierte Ziele formuliert.