CFR steht für Conversations, Feedback und Recognition und beschreibt den menschlichen Begleitprozess zu OKRs. Die Erkenntnis dahinter: Ziele allein reichen nicht. Ohne regelmäßigen Dialog, konstruktives Feedback und Anerkennung guter Arbeit bleiben OKRs ein abstraktes Steuerungsinstrument, das am Team vorbeizielt.
In der Praxis besteht CFR aus drei Elementen. Conversations sind regelmäßige 1:1-Gespräche zwischen Führungskraft und Teammitglied, idealerweise alle zwei Wochen. Dabei geht es nicht um Statusberichte, sondern um Entwicklung, Hindernisse und Prioritäten. Feedback umfasst sowohl Feedback von der Führungskraft als auch Peer-Feedback innerhalb des Teams, zeitnah und konkret statt einmal im Jahr im Mitarbeitergespräch. Recognition ist die bewusste Anerkennung von Leistung, etwa durch Shoutouts im Teammeeting oder eine kurze Nachricht. Zusammen ersetzen diese drei Praktiken das klassische Jahresgespräch durch einen kontinuierlichen Prozess.
John Doerr beschrieb CFR als unverzichtbare Ergaenzung zu OKRs in seinem Buch Measure What Matters. Ohne CFR werden OKRs leicht zu einem mechanischen Zielmanagement, dem die menschliche Dimension fehlt.