Das Platform Business Model beschreibt die spezifische Geschäftslogik von Plattformen, die Wertaustausch zwischen zwei oder mehr Nutzergruppen vermitteln. Anders als bei Pipeline-Modellen, die Wert linear vom Produzenten zum Konsumenten bewegen, schaffen Plattformen die Infrastruktur, damit Teilnehmer selbst Wert erzeugen und austauschen. Diese Verlagerung der Wertschöpfung auf die Teilnehmer ist der Grund, warum Plattformen so kapitaleffizient skalieren können.
Die Monetarisierung erfolgt auf verschiedene Weisen: Transaktionsgebühren (Airbnb nimmt eine Provision pro Buchung), Zugangsgebühren (LinkedIn Premium für erweiterte Funktionen), Werbung (Google zeigt bezahlte Anzeigen neben organischen Ergebnissen) oder eine Kombination dieser Ansätze. Die Preisgestaltung ist oft asymmetrisch: Eine Seite wird subventioniert, um die andere zu monetarisieren. Google bietet Suchenden kostenlosen Zugang und verlangt von Werbetreibenden Geld. Diese Quersubventionierung ist ein Kernelement des Plattformmodells.
Das Konzept geht maßgeblich auf die Arbeiten von Parker, Van Alstyne und Choudary zurück. Für etablierte Unternehmen stellt sich zunehmend die Frage, ob Teile ihres Geschäfts von linearen in Plattformmodelle überführt werden können oder sollten.