Methode Kanban

PDCA-Zyklus

Plan-Do-Check-Act: iterativer Verbesserungszyklus für Prozesse und Produkte.

Wann einsetzen
Für systematische Prozessverbesserung. Basis von Kaizen.
Kernprinzip
Jeder Zyklus bringt inkrementelle Verbesserung durch strukturiertes Lernen.
Herkunft
W. Edwards Deming (1950er), auf Grundlage des Shewhart-Zyklus; Deming selbst sprach später von PDSA

Der PDCA-Zyklus ist ein vierstufiger Verbesserungskreislauf: Plan (Hypothese aufstellen), Do (Experiment durchführen), Check (Ergebnis prüfen), Act (Erkenntnisse übernehmen oder anpassen). Jeder Durchlauf bringt eine inkrementelle Verbesserung durch strukturiertes Lernen. Der Zyklus bildet die methodische Grundlage für Kaizen und damit für die kontinuierliche Verbesserung in Kanban-Systemen.

Ein praktisches Beispiel: Ein Team stellt fest, dass Code Reviews zu lange dauern. Plan: WIP-Limit für Reviews auf zwei setzen, um den Fokus zu erhöhen. Do: Die Änderung wird für zwei Wochen umgesetzt. Check: Das Team misst, ob sich die Review-Dauer tatsächlich verkürzt hat. Act: Wenn ja, wird das Limit beibehalten. Wenn nein, wird die Hypothese angepasst und ein neuer Zyklus beginnt. Entscheidend ist, dass jede Veränderung als Experiment betrachtet wird, nicht als endgültige Entscheidung.

Der PDCA-Zyklus geht auf W. Edwards Deming zurück, der ihn in den 1950er-Jahren in Japan populär machte. Er basiert auf dem älteren Shewhart Cycle. Deming selbst bevorzugte später PDSA, mit Study statt Check: Es geht um Lernen, nicht um Kontrolle. Der Zyklus ist heute in praktisch allen Verbesserungsmethoden verankert.

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