Der PDCA-Zyklus ist ein vierstufiger Verbesserungskreislauf: Plan (Hypothese aufstellen), Do (Experiment durchführen), Check (Ergebnis prüfen), Act (Erkenntnisse uebernehmen oder anpassen). Jeder Durchlauf bringt eine inkrementelle Verbesserung durch strukturiertes Lernen. Der Zyklus bildet die methodische Grundlage für Kaizen und damit für die kontinuierliche Verbesserung in Kanban-Systemen.
Ein praktisches Beispiel: Ein Team stellt fest, dass Code Reviews zu lange dauern. Plan: WIP-Limit für Reviews auf zwei setzen, um den Fokus zu erhöhen. Do: Die Änderung wird für zwei Wochen umgesetzt. Check: Das Team misst, ob sich die Review-Dauer tatsaechlich verkuerzt hat. Act: Wenn ja, wird das Limit beibehalten. Wenn nein, wird die Hypothese angepasst und ein neuer Zyklus beginnt. Entscheidend ist, dass jede Veränderung als Experiment betrachtet wird, nicht als endgueltige Entscheidung.
Der PDCA-Zyklus geht auf W. Edwards Deming zurück, der ihn in den 1950er-Jahren in Japan populaer machte. Er basiert auf dem aelteren Shewhart Cycle und ist heute in praktisch allen Verbesserungsmethoden verankert.