Kaizen ist das japanische Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung in kleinen Schritten. Statt auf grosse Umstrukturierungen zu warten, verbessert das Team seinen Arbeitsprozess täglich durch kleine, sofort umsetzbare Anpassungen. Die Wirkung entfaltet sich über die Zeit: Viele kleine Verbesserungen summieren sich zu einem grundlegend besseren System.
In der Praxis beginnt Kaizen oft in der Retrospektive. Ein Team stellt fest, dass Meetings häufig verschoben werden, weil Einladungen zu spät verschickt werden. Die Maßnahme: Einladungen künftig einen Tag frueher senden. Das klingt trivial, aber genau das ist der Kern von Kaizen. Es geht nicht um spektakulaere Veränderungen, sondern um die Haltung, jeden Tag eine Kleinigkeit zu verbessern. Teams, die Kaizen leben, führen ein Verbesserungsboard, auf dem Ideen gesammelt, priorisiert und nach Umsetzung als erledigt markiert werden. So wird sichtbar, dass sich tatsaechlich etwas bewegt.
Kaizen stammt aus dem Toyota Production System und wurde durch Masaaki Imais gleichnamiges Buch von 1986 international bekannt. Es ist kein Werkzeug, sondern eine Denkweise, die in Kanban als einer der Grundpfeiler verankert ist.