Methode Kanban

Bottleneck

Engpass im Workflow – langsamste Stelle bestimmt Tempo.

Wann einsetzen
Identifizieren und auflösen = höchster Hebel.
Kernprinzip
Theory of Constraints: Optimiere nur den Bottleneck.
Herkunft
Eliyahu Goldratt 'The Goal' (1984)

Ein Bottleneck ist die langsamste Stelle im Workflow und bestimmt das Tempo des gesamten Systems. Egal wie schnell alle anderen Schritte arbeiten, der Durchsatz kann nie höher sein als die Kapazität des Engpasses. Deshalb ist die Identifikation und Auflösung von Bottlenecks der wirkungsvollste Hebel zur Prozessverbesserung.

Das lässt sich an einem einfachen Beispiel verdeutlichen: Ein Team hat zehn Entwickler, aber nur einen Tester. Vor dem Tester stauen sich die Items, während Entwickler auf Feedback warten. Weitere Entwickler einzustellen würde den Stau vergrößern, nicht verkleinern. Die richtige Maßnahme wäre, Testkapazität aufzubauen, etwa durch einen zweiten Tester, durch automatisierte Tests oder dadurch, dass Entwickler selbst testen. Auf dem Kanban Board wird ein Bottleneck sichtbar, wenn sich Items vor einer bestimmten Spalte ansammeln.

Das Konzept geht auf die Theory of Constraints von Eliyahu Goldratt zurück, die er 1984 in seinem Buch The Goal formulierte. Die zentrale Regel lautet: Optimiere ausschließlich den Engpass. Verbesserungen an anderen Stellen verpuffen, solange der Bottleneck bestehen bleibt.

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