Pain Relievers sind die konkreten Elemente eines Wertangebots, die bestehende Kundenprobleme lindern oder beseitigen. Im Value Proposition Canvas stehen sie auf der Angebotsseite und korrespondieren direkt mit den Customer Pains auf der Kundenseite. Während Gain Creators neue Vorteile schaffen, zielen Pain Relievers darauf ab, vorhandene Frustrationen, Risiken und Hindernisse zu reduzieren.
Ein Beispiel: Wenn ein Customer Pain die Angst vor Fehlkäufen ist, kann ein Pain Reliever eine kostenlose Rückgabemöglichkeit sein (wie bei Zalando). Wenn der Pain hoher Zeitaufwand für Steuererklärungen ist, kann der Pain Reliever eine automatische Kategorisierung von Belegen sein. Gute Pain Relievers adressieren die Pains, die Kunden am intensivsten spüren und die bisher am schlechtesten gelöst sind. Es geht nicht darum, jeden kleinen Pain zu adressieren, sondern die wenigen zu identifizieren, für deren Lösung Kunden bereit sind zu zahlen oder den Anbieter zu wechseln.
Das Konzept stammt aus dem Value Proposition Canvas von Osterwalder. In der Praxis zeigt sich, dass Pain Relievers oft überzeugender verkaufen als Gain Creators, weil die Motivation, einen konkreten Schmerz loszuwerden, stärker ist als die Aussicht auf einen zusätzlichen Vorteil.