OKR steht für Objectives and Key Results und ist ein Zielmanagementsystem, das qualitative Ziele mit messbaren Ergebnissen verbindet. Objectives beschreiben, was erreicht werden soll, Key Results quantifizieren, woran die Erreichung gemessen wird. Die Methodik schafft Fokus durch bewusste Begrenzung: maximal drei bis fuenf Objectives pro Quartal, je drei bis fuenf Key Results pro Objective.
Ein Beispiel: Das Objective lautet, Marktführer im DACH-Raum zu werden. Key Result eins: 10.000 Neukunden gewinnen. Key Result zwei: NPS über 50 erreichen. Die Objectives geben die Richtung, die Key Results machen den Fortschritt messbar. OKRs werden quartalsweise gesetzt und am Ende des Quartals ausgewertet. Entscheidend ist der bidirektionale Prozess: Unternehmensziele werden nicht einfach kaskadiert, sondern Teams bringen eigene Vorschlaege ein, wie sie zum Gesamtziel beitragen können. Transparenz ist dabei zentral, denn alle OKRs sind organisationsweit sichtbar, was Alignment fördert und Doppelarbeit vermeidet.
OKR wurde in den 1970er-Jahren von Andy Grove bei Intel entwickelt und 1999 von John Doerr bei Google eingeführt. Der wichtigste Unterschied zu klassischen Zielsystemen: OKRs sind bewusst nicht an Vergütung gekoppelt, um ambitionierte Zielsetzung zu fördern.