Ein Objective ist ein qualitatives, inspirierendes Ziel, das beschreibt, was erreicht werden soll, ohne Zahlen zu nennen. Es gibt die Richtung vor und schafft Fokus für ein Team oder eine Organisation. Die Messung erfolgt nicht im Objective selbst, sondern in den zugehoerigen Key Results. Damit erfuellt das Objective eine andere Funktion: Es motiviert und orientiert, während die Key Results den Fortschritt quantifizieren.
Gute Objectives beginnen mit einem Verb und beschreiben einen anstrebenswerten Zustand. Das beste Onboarding der Branche schaffen ist ein wirksames Objective, denn es ist klar, motivierend und lässt dem Team Spielraum bei der Umsetzung. Zehn Prozent mehr Nutzer ist dagegen ein Key Result, kein Objective, weil es eine Zahl nennt, aber keine Richtung gibt. In der Praxis ist die Formulierung oft das Schwierigste: Ein Objective muss ambitioniert genug sein, um zu motivieren, aber konkret genug, um handlungsleitend zu wirken. Teams, die zu vage formulieren, verlieren den Fokus. Teams, die zu spezifisch formulieren, schraenken ihren Lösungsraum ein.
Das Konzept geht auf Andy Grove bei Intel zurück. Pro Quartal sollten maximal drei bis fuenf Objectives gesetzt werden, weil mehr Ziele nicht mehr Fokus erzeugen, sondern weniger.