Management by Objectives (MBO) ist das klassische Zielvereinbarungssystem, bei dem Führungskraefte und Mitarbeiter jaehrlich Ziele festlegen, deren Erreichung am Jahresende bewertet und oft mit einem Bonus verknuepft wird. MBO arbeitet mit SMART-Zielen und ist in vielen Organisationen immer noch Standard. Es bildet den historischen Vorlaufer, aus dem OKRs entstanden sind.
Der zentrale Unterschied zu OKRs liegt in Zyklus, Richtung und Kopplung. MBO ist jaehrlich, OKR quartalsweise. MBO ist top-down, OKR bidirektional. MBO ist an Vergütung gekoppelt, OKR bewusst nicht. Ein typisches MBO-Ziel lautet: 15 Prozent Umsatzsteigerung für den Jahresbonus. Das funktioniert als Kontrollmechanismus, fördert aber weder Transparenz noch Zusammenarbeit, weil jeder Mitarbeiter primaer auf seine eigenen Ziele optimiert. Die Jahreskadenz verhindert zudem schnelle Anpassungen an veränderte Marktbedingungen.
MBO geht auf Peter Drucker und sein Buch The Practice of Management von 1954 zurück. Andy Grove entwickelte daraus bei Intel die OKR-Methodik, indem er kueerzere Zyklen, messbare Key Results und die Entkopplung von Vergütung einführte.