Ein KPI, Key Performance Indicator, ist eine Kennzahl, die eine relevante Leistungsgröße kontinuierlich misst. KPIs beschreiben den aktuellen Zustand, nicht ein Ziel. Sie bilden damit die Basis, auf der Key Results formuliert werden, und laufen dauerhaft mit, während OKRs quartalsweise wechseln. Der Zusammenhang: KPIs messen laufend, Key Results setzen einen Zielwert für einen bestimmten Zeitraum.
Ein Beispiel verdeutlicht den Unterschied: Der KPI ist der aktuelle NPS von 42. Das Key Result lautet: NPS von 42 auf 55 bis Ende Q3. Der KPI existiert unabhängig vom OKR-Zyklus und wird weiter gemessen, auch wenn es gerade kein Key Result gibt, das sich auf den NPS bezieht. Gute KPIs decken verschiedene Dimensionen ab, etwa Kundenzufriedenheit, Umsatz, Durchlaufzeit oder Fehlerrate. Teams sollten sich auf wenige, wirklich aussagekraeftige KPIs beschraenken, denn zu viele Kennzahlen führen zu Orientierungslosigkeit statt zu Klarheit.
Das KPI-Konzept geht auf die Balanced Scorecard von Kaplan und Norton zurück, die 1992 veroeffentlicht wurde. Der oft zitierte Grundsatz, dass gemessen wird was gemanaged wird, birgt auch Risiken: Wenn die falschen Dinge gemessen werden, wird das Falsche optimiert.