Key Activities beschreiben im Business Model Canvas die wichtigsten Tätigkeiten, die ein Unternehmen ausführen muss, damit sein Geschäftsmodell funktioniert. Sie sind das operative Rückgrat, das Value Proposition, Kundenbeziehungen und Einnahmequellen am Laufen hält. Die bewusste Identifikation der Key Activities hilft bei der Fokussierung: Was müssen wir exzellent beherrschen, und was können wir auslagern?
Osterwalder unterscheidet drei Grundtypen: Production (Herstellung und Lieferung von Produkten, z.B. Fertigung bei einem Maschinenbauer), Problem Solving (individuelle Lösungen für Kunden, z.B. Beratung bei McKinsey) und Platform/Network (Pflege und Weiterentwicklung einer Plattform, z.B. Algorithmus-Optimierung bei Google). Die Key Activities eines Unternehmens verändern sich mit dem Geschäftsmodell: Amazon begann mit E-Commerce-Logistik als Kernaktivität und fügte mit AWS den Betrieb von Cloud-Infrastruktur als völlig neue Schlüsselaktivität hinzu.
Das Feld stammt aus dem Business Model Canvas. Ein häufiger Fehler ist, Key Activities mit der Aufgabenliste des Tagesgeschäfts zu verwechseln. Es geht nicht darum, alles aufzulisten, was getan wird, sondern die wenigen Aktivitäten zu identifizieren, die den Unterschied zwischen Erfolg und Scheitern des Geschäftsmodells ausmachen.