Early Adopters sind die erste relevante Kundengruppe, die ein neues Produkt oder eine neue Technologie annimmt. Sie sind risikobereit, suchen aktiv nach Lösungen für ihre Probleme und akzeptieren Unvollkommenheiten, wenn der Kernnutzen stimmt. Für die Validierung neuer Geschäftsmodelle sind Early Adopters unverzichtbar, weil sie ehrliches Feedback geben und bereit sind, für eine unfertige Lösung zu zahlen.
Nach Everett Rogers’ Diffusionsmodell machen Early Adopters etwa 13,5 Prozent des Marktes aus (nach den 2,5 Prozent Innovatoren). Entscheidend ist der Übergang von Early Adopters zum Early Majority, den Geoffrey Moore als “Chasm” beschrieben hat: Was Early Adopters überzeugt (Neuheit, technischer Vorsprung), ist für die Mehrheit irrelevant. Die Mehrheit will bewährte, vollständige Lösungen. Tesla verkaufte den Roadster zunächst an technikbegeisterte Wohlhabende, musste aber für den Massenmarkt mit dem Model 3 ein völlig anderes Wertversprechen entwickeln.
Das Konzept stammt aus Everett Rogers’ Diffusion of Innovations von 1962. In der Praxis ist die größte Gefahr, Early-Adopter-Feedback mit Marktvalidierung zu verwechseln: Nur weil Early Adopters begeistert sind, heißt das nicht, dass der Mainstream folgt.