Customer Segments beschreiben im Business Model Canvas die unterschiedlichen Kundengruppen, die ein Unternehmen bedient. Die Segmentierung ist der Ausgangspunkt für das gesamte Geschäftsmodell, weil unterschiedliche Kundengruppen unterschiedliche Bedürfnisse, Zahlungsbereitschaften und Zugangswege haben. Ohne klare Segmentierung bleibt das Wertangebot generisch und die Kanalstrategie beliebig.
Segmente lassen sich nach verschiedenen Kriterien bilden: nach Branche, Unternehmensgröße, Nutzungsverhalten, Zahlungsbereitschaft oder nach der Phase in der Adoption (Early Adopters vs. Mainstream). Entscheidend ist, dass jedes Segment ein eigenes, konsistentes Set an Value Proposition, Kanälen und Beziehungstypen rechtfertigt. Ein Beispiel: Slack bedient kleine Teams (Self-Service, Freemium), mittelgroße Unternehmen (Sales-unterstützt, Pro-Plan) und Konzerne (Enterprise-Vertrieb, eigene Instanz) als drei distinkte Segmente mit jeweils eigener Ansprache und Monetarisierung.
Das Feld stammt aus dem Business Model Canvas von Osterwalder und Pigneur. Der häufigste Fehler ist eine zu breite Segmentierung nach dem Prinzip “jeder, der zahlt, ist Kunde”. Je präziser die Segmente definiert sind, desto schärfer wird das restliche Geschäftsmodell.