Methode Kanban

Throughput

Anzahl abgeschlossener Items pro Zeiteinheit.

Wann einsetzen
Alternative zu Velocity/Story Points. Einfacher zu messen.
Kernprinzip
Little's Law: Throughput = WIP / Lead Time.
Herkunft
Queuing Theory. NoEstimates-Bewegung

Throughput misst die Anzahl abgeschlossener Items pro Zeiteinheit, etwa Tickets pro Woche oder Features pro Monat. Im Vergleich zu Velocity, die auf Story-Point-Schätzungen basiert, ist Throughput einfacher zu messen, weil lediglich gezählt wird, wie viele Items als erledigt markiert wurden. Damit entfällt der gesamte Schätzaufwand, der bei Story Points nötig ist.

In der Praxis trackt ein Team beispielsweise, dass es durchschnittlich 15 Tickets pro Woche abschliesst. Mit dieser Zahl lassen sich Prognosen erstellen: Wenn 45 Tickets im Backlog stehen, dauert es voraussichtlich drei Wochen. Über Little’s Law hängt Throughput direkt mit WIP und Lead Time zusammen. Will das Team seinen Throughput erhöhen, ohne die Arbeitsintensität zu steigern, muss es den WIP senken, denn weniger parallele Arbeit bedeutet schnellere Fertigstellung und damit höhere Durchsatzrate.

Der Throughput-Ansatz stammt aus der Warteschlangentheorie und wurde durch die NoEstimates-Bewegung in der Softwareentwicklung populär. Er eignet sich besonders für Teams, die mit ähnlich großen Items arbeiten oder bewusst auf aufwendige Schätzprozesse verzichten wollen.

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