Methode Kanban

Flow

Zustand optimalen, kontinuierlichen Arbeitsflusses ohne Unterbrechungen.

Wann einsetzen
Flow ist das Ziel. Optimiere WIP-Limits bis Flow entsteht.
Kernprinzip
Flow Efficiency = Wertschöpfungszeit / Lead Time. Oft nur 5-15%.
Herkunft
Lean Manufacturing. Csikszentmihalyi

Flow beschreibt den Zustand eines kontinuierlichen, gleichmaessigen Arbeitsflusses, in dem Items ohne Unterbrechungen und Staus durch das System wandern. In Kanban ist Flow kein Nebeneffekt, sondern das primäre Optimierungsziel. Alle anderen Praktiken wie WIP-Limits, Pull-Prinzip und Visualisierung dienen letztlich dazu, Flow herzustellen und aufrechtzuerhalten.

Der Zustand des Flows lässt sich am Board beobachten. Wenn Items gleichmaessig von links nach rechts wandern und keine Spalte überläuft, herrscht guter Flow. Wenn sich Items vor der Review-Spalte stauen, ist der Flow unterbrochen und die Lead Time steigt. Die Flow Efficiency, also das Verhältnis von tatsächlicher Wertschöpfungszeit zur gesamten Durchlaufzeit, liegt in vielen Organisationen bei nur fünf bis 15 Prozent. Der Rest ist Wartezeit. Diese Zahl macht deutlich, dass der größte Hebel nicht darin liegt, schneller zu arbeiten, sondern weniger zu warten.

Der Begriff hat zwei Wurzeln: Lean Manufacturing für den Prozessfluss und Mihaly Csikszentmihalyi für den psychologischen Flow-Zustand bei Individuen. Im Kanban-Kontext bezieht er sich primär auf den Systemfluss.

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