Methode Kanban

Little's Law

Fundamentales Gesetz: Lead Time = WIP / Throughput.

Wann einsetzen
Zur Argumentation für WIP-Limits. Mathematisch beweisbar.
Kernprinzip
L = lambdaW (Warteschlangentheorie).
Herkunft
John Little (MIT), 1961

Little’s Law ist ein mathematisch bewiesenes Gesetz aus der Warteschlangentheorie, das den Zusammenhang zwischen drei zentralen Größen beschreibt: Lead Time gleich Work in Progress geteilt durch Throughput. Es liefert die theoretische Grundlage dafür, warum WIP-Limits funktionieren, und macht die Argumentation für deren Einführung objektiv nachvollziehbar.

Die Anwendung ist direkt: Wenn ein Team zehn Items gleichzeitig in Arbeit hat und zwei Items pro Tag fertigstellt, beträgt die durchschnittliche Lead Time fünf Tage. Will das Team die Lead Time halbieren, gibt es zwei Hebel: den WIP halbieren oder den Throughput verdoppeln. Da Throughput kurzfristig schwer zu steigern ist, ist die Reduktion des WIP der effektivere Weg. Dieses Argument überzeugt auch skeptische Stakeholder, weil es nicht auf Meinungen basiert, sondern auf einem mathematischen Zusammenhang.

Das Gesetz wurde 1961 von John D.C. Little am MIT formuliert und gilt unter stabilen Bedingungen für jedes Warteschlangensystem. In der Kanban-Praxis ist es das zentrale Argument für die Einführung und Einhaltung von WIP-Limits.

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