Scrum ist ein Framework für die Entwicklung komplexer Produkte, bei denen Anforderungen zu Beginn nicht vollständig bekannt sind. Es basiert auf empirischer Prozesskontrolle: Statt im Voraus alles zu planen, arbeitet das Team in kurzen Iterationen, inspiziert die Ergebnisse und passt den Kurs an. Die drei Saeulen Transparenz, Inspektion und Adaption bilden das Fundament.
In der Praxis besteht Scrum aus drei Rollen (Product Owner, Scrum Master, Entwicklungsteam), fuenf Events (Sprint, Sprint Planning, Daily Scrum, Sprint Review, Retrospektive) und drei Artefakten (Product Backlog, Sprint Backlog, Increment). Das Team arbeitet in festen Sprints von ein bis vier Wochen und liefert am Ende jedes Sprints ein potenziell auslieferbares Produktinkrement. Ein typischer Zwei-Wochen-Rhythmus beginnt montags mit dem Planning, beinhaltet tägliche Dailys und schliesst freitags mit Review und Retrospektive. Diese Struktur schafft Vorhersehbarkeit und regelmäßige Feedback-Schleifen.
Scrum wurde 1995 von Ken Schwaber und Jeff Sutherland vorgestellt und ist im Scrum Guide dokumentiert. Das Framework ist bewusst leichtgewichtig und schreibt wenig vor, was in der Praxis sowohl Stärke als auch Herausforderung ist: Teams müssen die Lücken selbst mit passenden Praktiken füllen.