Acceptance Criteria legen fest, unter welchen Bedingungen eine User Story als abgeschlossen gilt. Sie schaffen ein gemeinsames Verständnis zwischen Product Owner, Entwicklungsteam und Stakeholdern darueber, was genau geliefert werden muss. Ohne klare Akzeptanzkriterien bleibt der Scope einer Story interpretierbar, was zu Nacharbeit und Konflikten führt.
In der Praxis hat sich das Given-When-Then-Format bewährt, das aus der verhaltensgetriebenen Entwicklung stammt. Ein Beispiel: Given der Nutzer ist eingeloggt und befindet sich auf der Produktuebersicht. When er den Preisfilter auf 0 bis 50 Euro setzt. Then werden ausschließlich Produkte unter 50 Euro angezeigt. Dieses Format erzwingt Präzision und macht Kriterien direkt testbar. Das Team kann anhand der Kriterien automatisierte Tests schreiben, und der Product Owner kann bei der Abnahme objektiv prüfen, ob die Story erfuellt ist.
Das Konzept geht auf Dan Norths Arbeit zu Behaviour-Driven Development zurück und nutzt häufig die Gherkin-Syntax. Wichtig ist, Acceptance Criteria nicht mit der Definition of Done zu verwechseln: Während die DoD teamweite Qualitätsstandards definiert, beschreiben Acceptance Criteria die fachlichen Anforderungen einer einzelnen Story.