Der Sprint ist die zentrale Timebox in Scrum: ein fester Zeitraum von ein bis vier Wochen, in dem das Team ein potenziell auslieferbares Produktinkrement erstellt. Der Rhythmus schafft Vorhersehbarkeit für das Team und für Stakeholder. Während eines laufenden Sprints duerfen keine Scope-Änderungen vorgenommen werden, wodurch das Team fokussiert arbeiten kann.
Ein typischer Zwei-Wochen-Sprint beginnt am Montag mit dem Sprint Planning, in dem das Team das Sprint-Ziel festlegt und Items aus dem Product Backlog in das Sprint Backlog übernimmt. Täglich synchronisiert sich das Team im Daily Scrum. Am letzten Tag finden Sprint Review mit Stakeholdern und die Retrospektive statt. Dann beginnt der nächste Sprint unmittelbar. Es gibt keine Lücken zwischen Sprints. Dieser Takt erzwingt regelmäßige Auslieferung und verhindert, dass sich unerledigte Arbeit über Monate ansammelt.
Der Begriff Sprint stammt aus dem Rugby und wurde von den Scrum-Erfindern Ken Schwaber und Jeff Sutherland uebernommen. Die meisten Teams arbeiten mit zwei Wochen Sprintlaenge, aber die optimale Dauer haengt von Produktkomplexität und Teamreife ab.