Ein Prototype ist eine fruehe, vereinfachte Version eines Produkts oder Service, die gebaut wird, um eine konkrete Annahme zu testen. Es geht nicht darum, etwas Fertiges zu zeigen, sondern darum, schnell zu lernen. Je weniger Aufwand in den Prototyp fliesst, desto leichter faellt es dem Team, ihn zu verwerfen, wenn die Ergebnisse in eine andere Richtung weisen.
Die Bandbreite reicht von Papier-Skizzen über klickbare Wireframes bis hin zu funktionalen Minimalversionen. Entscheidend ist die Frage, die der Prototype beantworten soll. Wenn es darum geht, ob Nutzer einen bestimmten Ablauf verstehen, genügt ein Papier-Mockup, das in 15 Minuten entsteht. Wenn es um das Nutzungserlebnis geht, braucht es einen klickbaren Prototyp. In beiden Faellen gilt: Der Prototype wird so früh wie möglich echten Nutzern vorgelegt, nicht nur intern besprochen.
Das Konzept ist integraler Bestandteil des Design-Thinking-Prozesses und folgt dem Prinzip, Ideen greifbar zu machen statt sie abstrakt zu diskutieren. Die größte Gefahr: Prototypen, die zu aufwendig gebaut werden und dadurch eine emotionale Bindung erzeugen, die objektives Feedback erschwert.