Feasibility prüft, ob eine Idee technisch und organisatorisch umsetzbar ist — unabhängig davon, wie attraktiv sie für Kunden wäre oder wie profitabel das Geschäftsmodell aussieht. Es ist einer der drei zentralen Innovationsfilter neben Desirability und Viability. Die Frage lautet: Können wir das mit unseren Ressourcen, Kompetenzen und innerhalb unserer Rahmenbedingungen tatsaechlich bauen und betreiben?
In der Praxis wird Feasibility häufig zu spät geprüft. Ein Team entwickelt ein vielversprechendes Konzept, das Kunden begeistert, stellt aber erst in der Umsetzung fest, dass die vorhandene IT-Infrastruktur nicht mitspielen kann oder die notwendigen Kompetenzen fehlen. Fruehe Feasibility-Checks — etwa durch technische Prototypen oder Gespräche mit den zuständigen Fachabteilungen — verhindern solche Sackgassen. Es geht dabei nicht um vollständige technische Machbarkeitsstudien, sondern um eine realistische Einschätzung der größten Huerden.
Das Konzept stammt aus der Innovationsarbeit von IDEO. Wichtig ist, Feasibility nicht als Killerkriterium zu verstehen, das Ideen früh abwuergt, sondern als Gestaltungsdimension: Oft lässt sich die Machbarkeit durch kluge Vereinfachung oder Partnerschaften herstellen.