Problem-Solution Fit bezeichnet den Nachweis, dass ein echtes Kundenproblem existiert und die vorgeschlagene Lösung dieses Problem tatsächlich adressiert. Es ist die erste kritische Validierungsstufe im Lean-Startup-Prozess und geht dem Product-Market Fit voraus. Die Frage ist noch nicht, ob Kunden das Produkt kaufen, sondern ob das Problem überhaupt groß genug ist und die Lösungsrichtung stimmt.
Der Nachweis erfolgt typischerweise durch Kundeninterviews, Beobachtungen und einfache Prototypen. Ein Team, das eine App für Arzttermin-Buchung plant, muss zunächst validieren: Ist die Terminvereinbarung tatsächlich ein so großes Problem, dass Menschen dafür eine neue App nutzen würden? Welche bestehenden Workarounds verwenden Patienten? Wie intensiv ist der Schmerz? Häufig stellt sich heraus, dass das vermutete Problem entweder nicht existiert, nicht wichtig genug ist oder bereits gut gelöst wird. Jede dieser Erkenntnisse spart erhebliche Entwicklungskosten.
Problem-Solution Fit ist erreicht, wenn klare Evidenz dafür vorliegt, dass ein relevantes Problem existiert und die konzipierte Lösung es auf eine Weise adressiert, die Kunden als deutliche Verbesserung gegenüber dem Status quo empfinden.