Innovation Metrics sind spezifische Kennzahlen zur Messung von Innovationsaktivitäten und deren Ergebnissen. Sie beantworten die Frage, ob Innovationsarbeit tatsächlich Fortschritt erzielt oder nur Aktivität erzeugt. Da Innovationsprojekte unter hoher Unsicherheit operieren, können sie nicht mit denselben KPIs gemessen werden wie das Kerngeschäft.
Man unterscheidet grob zwischen Input-Metriken (Wie viel investieren wir in Innovation? Wie viele Experimente laufen?), Prozess-Metriken (Wie schnell bewegen sich Initiativen durch den Funnel? Wie viele werden gestoppt?) und Output-Metriken (Umsatzanteil neuer Produkte, Anzahl validierter Geschäftsmodelle). Für frühe Innovationsphasen eignen sich Lernmetriken: Wie viele Hypothesen wurden getestet? Wie viele Kundeninterviews geführt? Wie schnell wurden Annahmen falsifiziert? In späteren Phasen werden dann klassische Geschäftsmetriken wie Conversion Rate, CAC oder Unit Economics relevant.
Der häufigste Fehler ist, Innovationsprojekte von Tag eins an nach Umsatz oder ROI zu bewerten. In frühen Phasen ist die relevante Metrik validiertes Lernen, nicht Erlös. Wer Innovation wie das Kerngeschäft misst, wird nur inkrementelle Verbesserungen hervorbringen.