Der Innovation Funnel ist ein Trichter-Modell, das den Weg von der Idee zum skalierten Geschäft als stufenweisen Auswahlprozess darstellt. Am Eingang stehen viele Ideen und Hypothesen, die über mehrere Stufen validiert, geschärft und gefiltert werden, bis am Ende wenige tragfähige Konzepte übrig bleiben. Die Grundlogik: Lieber viele kleine Experimente starten und früh aussortieren als wenige große Wetten eingehen.
Ein typischer Funnel umfasst Stufen wie Ideation (Problemfelder identifizieren), Discovery (Kundenbedürfnisse validieren), Validation (Geschäftsmodellhypothesen testen mit MVPs), Acceleration (Produkt-Markt-Fit skalieren) und Scale (Wachstum beschleunigen). Auf jeder Stufe sollten klare Kriterien definiert sein, wann eine Initiative weitergeführt und wann sie gestoppt wird. In der Praxis zeigt sich, dass viele Unternehmen zwar gut darin sind, Ideen zu generieren, aber schlecht darin, sie systematisch zu filtern. Ohne rigorose Gates im Funnel entsteht ein Portfolio aus halbherzigen Initiativen, die alle ein bisschen Ressourcen bekommen, aber keine ausreichend.
Entscheidend ist, den Funnel nicht als linearen Prozess zu verstehen, sondern als Lernmaschine: Jede gestoppte Initiative liefert Erkenntnisse, die den verbleibenden Initiativen zugutekommen.