Ideation ist die Phase im Innovationsprozess, in der es ausschließlich darum geht, möglichst viele und unterschiedliche Ideen zu erzeugen. Quantität geht hier bewusst vor Qualität. Das Prinzip lautet: Erst den Raum oeffnen, dann bewerten. Wer zu früh filtert, bleibt bei naheliegenden Lösungen stecken und verpasst die unerwarteten Ansaetze, die oft den größten Unterschied machen.
In der Praxis funktioniert Ideation mit klaren Regeln: keine Kritik während der Generierungsphase, auf Ideen anderer aufbauen statt sie abzuschiessen, und wilde Vorschlaege ausdrücklich erwuenschen. Ein Team kann in 30 Minuten 100 Ideen produzieren, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Danach folgt die Auswahl — etwa durch Dot-Voting, bei dem jedes Teammitglied Stimmen auf die vielversprechendsten Ideen verteilt. Die besten Kandidaten werden dann als Prototypen weiterentwickelt.
Ideation geht auf das Brainstorming-Konzept von Alex Osborn (1953) zurück und wurde im Design Thinking als eigenständige Phase etabliert. Entscheidend für den Erfolg ist eine klar definierte Problemstellung als Ausgangspunkt: Ohne gutes Briefing produziert auch die beste Ideation-Session nur beliebige Einfaelle.