Ein Feedback Loop ist eine Rückkopplungsschleife, bei der der Output eines Systems zurück auf den Input wirkt. Feedback Loops sind der zentrale Mechanismus, durch den Systeme sich selbst verstärken oder stabilisieren. Sie zu verstehen ist die Grundlage für jedes Verständnis von Systemdynamik — ob in Maerkten, Organisationen oder technischen Systemen.
Es gibt zwei Grundtypen. Reinforcing Loops (verstärkende Schleifen) erzeugen exponentielles Wachstum oder exponentiellen Verfall: Mehr Nutzer auf einer Plattform erzeugen mehr Inhalte, mehr Inhalte ziehen mehr Nutzer an — ein sich selbst verstärkender Kreislauf. Balancing Loops (ausgleichende Schleifen) stabilisieren das System: Ein Thermostat misst die Temperatur und regelt die Heizung herunter, wenn der Sollwert erreicht ist. Die meisten realen Systeme bestehen aus einem Netz von verstärkenden und ausgleichenden Schleifen, die sich gegenseitig beeinflussen.
Das Konzept geht auf Norbert Wiener und die Kybernetik zurück. In der Praxis hilft das Denken in Feedback Loops, unbeabsichtigte Konsequenzen von Interventionen zu antizipieren: Jede Änderung in einem System loest Rückkopplungen aus, die den beabsichtigten Effekt verstärken oder unterlaufen können.