Methode Scrum

Story Points

Relative Schätzeinheit für Aufwand/Komplexität – abstrakt, nicht in Stunden.

Wann einsetzen
Beim Planning Poker. Fibonacci-Reihe (1,2,3,5,8,13...).
Kernprinzip
Relativ, nicht absolut. 'Doppelt so komplex wie Story X'.
Herkunft
Ron Jeffries (XP). Planning Poker von Mike Cohn (2002)

Story Points sind eine abstrakte Schätzeinheit, mit der Teams den relativen Aufwand und die Komplexität von Backlog-Items bewerten. Sie messen nicht in Stunden oder Tagen, sondern im Verhältnis zueinander: Wenn eine Referenz-Story zwei Punkte hat und eine neue Story doppelt so komplex erscheint, erhält sie fünf Punkte. Die Fibonacci-Reihe dient dabei als Skala, weil sie bei größeren Items bewusst ungenauer wird.

In der Praxis schätzt das Team gemeinsam im Planning Poker. Jedes Teammitglied legt verdeckt eine Karte mit seiner Schätzung, dann werden alle gleichzeitig aufgedeckt. Große Abweichungen führen zu Diskussionen, die oft wichtiger sind als die Zahl selbst, denn sie decken unterschiedliche Annahmen über Komplexität, Risiko oder Unklarheiten auf. Über mehrere Sprints entsteht eine Velocity, die Prognosen ermöglicht, etwa wie viele Sprints ein bestimmter Backlog-Abschnitt noch braucht.

Story Points gehen auf Ron Jeffries und Extreme Programming zurück. Planning Poker wurde von Mike Cohn populär gemacht. Wichtig ist, Story Points nie als Leistungsmaß zwischen Teams zu vergleichen, denn die Skala ist teamspezifisch.

Methoden anwenden statt nur kennen. Trainings und Workshops ansehen

Was ist neu