Story Points sind eine abstrakte Schätzeinheit, mit der Teams den relativen Aufwand und die Komplexität von Backlog-Items bewerten. Sie messen nicht in Stunden oder Tagen, sondern im Verhältnis zueinander: Wenn eine Referenz-Story zwei Punkte hat und eine neue Story doppelt so komplex erscheint, erhält sie fuenf Punkte. Die Fibonacci-Reihe dient dabei als Skala, weil sie bei größeren Items bewusst ungenauer wird.
In der Praxis schätzt das Team gemeinsam im Planning Poker. Jedes Teammitglied legt verdeckt eine Karte mit seiner Schätzung, dann werden alle gleichzeitig aufgedeckt. Grosse Abweichungen führen zu Diskussionen, die oft wichtiger sind als die Zahl selbst, denn sie decken unterschiedliche Annahmen über Komplexität, Risiko oder Unklarheiten auf. Über mehrere Sprints entsteht eine Velocity, die Prognosen ermöglicht, etwa wie viele Sprints ein bestimmter Backlog-Abschnitt noch braucht.
Story Points gehen auf Ron Jeffries und Extreme Programming zurück. Planning Poker wurde von Mike Cohn populaer gemacht. Wichtig ist, Story Points nie als Leistungsmass zwischen Teams zu vergleichen, denn die Skala ist teamspezifisch.