Das Product Backlog ist die einzige Quelle für alle Arbeit, die ein Scrum-Team erledigt. Es ist eine priorisierte Liste aller bekannten Anforderungen, die sich mit jedem Sprint weiterentwickelt. Kein Item darf am Team vorbei ins Sprint Backlog gelangen, ohne im Product Backlog aufzutauchen. Der Product Owner traegt die Verantwortung für Inhalt und Reihenfolge.
Ein gutes Product Backlog folgt dem DEEP-Prinzip: Items oben sind detailliert beschrieben und geschätzt, während Items weiter unten bewusst grob bleiben. Die Liste ist emergent, das heisst, sie verändert sich laufend auf Basis neuer Erkenntnisse. In der Praxis stehen oben fertig ausformulierte User Stories mit Acceptance Criteria, in der Mitte Features, die im nächsten Refinement zerlegt werden, und unten grobe Epics oder Ideen. Diese Struktur verhindert sowohl uebermaessige Vorausplanung als auch chaotisches Arbeiten ohne Richtung.
Das Product Backlog ist im Scrum Guide als eines der drei Artefakte definiert. Das DEEP-Akronym geht auf Roman Pichler zurück und bietet eine nuetzliche Checkliste für die Backlog-Qualität.