Ein Smoke Test misst die Nachfrage nach einem Produkt oder Feature, bevor es gebaut wird. Das Prinzip: Statt Menschen zu fragen, ob sie etwas kaufen wuerden, wird beobachtet, ob sie tatsaechlich klicken, sich anmelden oder bestellen. Die Diskrepanz zwischen Absichtsbekundung und realem Verhalten ist erheblich — ein Smoke Test umgeht sie.
Das gaengigste Format ist eine Landing Page, die ein Produkt beschreibt, das noch nicht existiert. Der Call-to-Action — etwa ein Kauf-Button oder ein Registrierungsformular — misst echtes Interesse. Ein Team plant beispielsweise einen Abo-Service für Buerosnacks. Statt monatelang Lieferlogistik aufzubauen, geht eine Seite mit Angebotsbeschreibung und Preisen online. Nach zwei Wochen zeigt die Conversion-Rate, ob genügend Nachfrage besteht. Liegt sie bei 0,1 Prozent, spart das Team Monate an Entwicklungsarbeit. Liegt sie bei fuenf Prozent, lohnt sich der nächste Schritt. Wichtig: Nutzer, die auf den Button klicken, erhalten eine transparente Nachricht, dass das Produkt noch in Entwicklung ist.
Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Hardware-Testing, wo ein Smoke Test prüft, ob ein Gerät beim Einschalten raucht. In der Produktentwicklung prüft er, ob eine Idee bei Kontakt mit der Realität überlebt.