Ein Fake Door Test misst die Nachfrage nach einem Feature oder Produkt, das noch gar nicht existiert. Die Methode funktioniert, indem Nutzern ein Angebot praesentiert wird — etwa ein Button, ein Menuepunkt oder eine Landing Page —, und dann gemessen wird, wie viele tatsaechlich darauf klicken oder sich anmelden. Der Clou: Hinter der Tuer steht nichts. Stattdessen erscheint eine Erklärung, dass das Feature in Entwicklung ist.
Ein Produktteam überlegt beispielsweise, ob ein Export-Feature gebaut werden soll. Statt Wochen in die Entwicklung zu investieren, wird ein “Daten exportieren”-Button in die Oberflaeche eingebaut. Nutzer, die darauf klicken, sehen eine Nachricht: “Dieses Feature ist in Arbeit — moechten Sie benachrichtigt werden?” Die Klickrate zeigt, ob echte Nachfrage besteht. Liegt sie unter einem Prozent, ist die Antwort klar — ohne dass eine Zeile Produktivcode geschrieben wurde. Entscheidend ist, dass der Test fair kommuniziert wird: Nutzer sollten nicht frustriert zurückgelassen werden.
Der Fake Door Test gehoert zu den schlanksten Experimenten im Lean-Startup-Repertoire. Er eignet sich besonders für Feature-Priorisierung und beantwortet die grundlegendste aller Fragen: Will das ueberhaupt jemand?