Eine Persona ist eine fiktive, aber auf echten Daten basierende Beschreibung eines typischen Nutzers. Sie gibt einer abstrakten Zielgruppe ein Gesicht: Name, Alter, Beruf, Ziele, Frustrationen und typische Verhaltensweisen. Personas helfen Teams, Designentscheidungen aus der Perspektive konkreter Menschen zu treffen statt für eine anonyme Masse zu entwickeln.
Ein Beispiel: Nach Nutzerinterviews entsteht die Persona “Maria, 42, Projektleiterin in einem mittelstaendischen Unternehmen. Sie jongliert acht Projekte gleichzeitig, braucht vor allem schnellen Ueberblick und hat keine Geduld für Tools, die sie erst konfigurieren muss.” Wenn das Team später über ein Feature diskutiert, kann es fragen: Wuerde Maria das benutzen? Wuerde es ihr Problem loesen? Diese Konkretisierung verhindert, dass Teams Features für sich selbst bauen statt für ihre Nutzer.
Das Konzept wurde von Alan Cooper in seinem Buch The Inmates Are Running the Asylum (1999) eingeführt. Personas funktionieren nur, wenn sie auf echtem Research basieren. Rein ausgedachte Personas bestätigen lediglich die bestehenden Annahmen des Teams und verfehlen damit ihren Zweck.