MVP
Minimum Viable Product: kleinste Version eines Produkts, mit der sich eine Annahme testen lässt.
Minimum Viable Product: kleinste Version eines Produkts, mit der sich eine Annahme testen lässt.
Ein MVP — Minimum Viable Product — ist die kleinste Version eines Produkts, die ausreicht, um eine konkrete Annahme zu testen und daraus zu lernen. Das Ziel ist nicht, etwas Vorzeigbares zu bauen, sondern möglichst schnell herauszufinden, ob die Grundidee trägt. Die Leitfrage lautet: Was ist das Minimum, das wir bauen müssen, um diese eine Annahme zu ueberprüfen?
Das bekannteste Beispiel ist Dropbox: Das Team baute keinen funktionierenden Cloud-Speicher, sondern ein dreiminütiges Erklärvideo, das zeigte, wie das Produkt funktionieren würde. Über Nacht meldeten sich 70.000 Interessenten auf der Warteliste an. Damit war die entscheidende Annahme bestätigt — Menschen wollen einen einfachen Weg, Dateien zu synchronisieren —, ohne eine Zeile Produktivcode. Andere MVP-Formen sind Landing Pages, Concierge-Services oder Wizard-of-Oz-Setups, je nachdem, welche Annahme getestet werden soll.
Der Begriff wurde 2001 von Frank Robinson geprägt und durch Eric Ries in der Lean-Startup-Bewegung populär. Der häufigste Fehler: Das M in MVP zu ignorieren und doch ein halbfertiges Produkt statt eines echten Lerninstruments zu bauen.
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