Cost Structure beschreibt im Business Model Canvas die wichtigsten Kostenblöcke, die beim Betrieb eines Geschäftsmodells entstehen. Die zentrale Unterscheidung liegt zwischen kostengetriebenen und wertgetriebenen Modellen: Kostengetriebene Geschäftsmodelle minimieren Kosten an jeder Stelle, wertgetriebene akzeptieren höhere Kosten, um ein überlegenes Wertangebot zu liefern. Beide Ansätze können erfolgreich sein, aber die Vermischung führt häufig in eine strategische Sackgasse.
Ryanair ist ein Beispiel für konsequente Kostenorientierung: Jedes Element des Geschäftsmodells ist auf minimale Stückkosten pro Passagier ausgelegt, von der einheitlichen Flotte über sekundäre Flughäfen bis zum Verzicht auf Gratisleistungen. Apple dagegen investiert gezielt in Design, Materialqualität und Ökosystem-Integration und rechtfertigt die höheren Kosten über Preispremiums. Neben dieser Grundsatzfrage ist die Analyse von fixen versus variablen Kosten entscheidend: Geschäftsmodelle mit hohen Fixkosten skalieren gut bei Wachstum, sind aber anfällig bei Nachfragerückgängen.
Das Cost-Structure-Feld stammt aus dem Business Model Canvas von Osterwalder und Pigneur. Es sollte nie isoliert betrachtet werden, sondern immer im Zusammenspiel mit Revenue Streams, um die Gesamtwirtschaftlichkeit des Modells zu beurteilen.