Eine Iteration ist ein einzelner Durchlauf des Build-Measure-Learn-Zyklus: etwas bauen, testen, lernen, anpassen. Der Begriff beschreibt die Grundeinheit agilen Arbeitens. Statt ein Produkt in einem großen Wurf fertigzustellen, wird es in vielen kurzen Schleifen schrittweise verbessert. Die Geschwindigkeit der Iterationen bestimmt, wie schnell ein Team lernt.
In der Praxis sieht das so aus: Version 1 eines MVPs wird veröffentlicht und getestet. Die Ergebnisse zeigen, dass Nutzer eine bestimmte Funktion nicht finden. In der nächsten Iteration wird die Navigation angepasst und erneut getestet. Version 3 zeigt deutlich bessere Werte. Oder die Daten zeigen, dass der gesamte Ansatz nicht funktioniert — dann folgt ein Pivot. Entscheidend ist, dass jede Iteration ein konkretes Lernziel hat und nicht nur inkrementelle Verbesserungen am bestehenden Produkt liefert.
Das Iterationsprinzip stammt aus der agilen Softwareentwicklung und der Lean-Methodik. Der häufigste Fehler: Iterationen ohne klare Hypothese durchzuführen. Dann wird zwar ständig verändert, aber nicht systematisch gelernt.