Methode Lean Startup

Innovation Accounting

Ansatz, um Fortschritt bei Innovationen mit Lernkennzahlen statt klassischer Kennzahlen zu messen.

Wann einsetzen
Für Startups und Innovationsprojekte.
Kernprinzip
Actionable Metrics statt Vanity Metrics.
Herkunft
Eric Ries (2011): The Lean Startup

Innovation Accounting ist ein Framework, das Fortschritt bei Innovation anders misst als traditionelle Finanzkennzahlen. Denn Umsatz und Gewinn sagen bei neuen Produkten oder Geschäftsmodellen wenig aus — sie kommen zu spät und messen das Falsche. Innovation Accounting fragt stattdessen: Lernen wir schnell genug? Nähern wir uns einem funktionierenden Geschäftsmodell?

Der Kern ist die Unterscheidung zwischen Vanity Metrics und Actionable Metrics. Downloads oder Seitenaufrufe sind Vanity Metrics: Sie sehen beeindruckend aus, liefern aber keine Entscheidungsgrundlage. Actionable Metrics wie Activation Rate, Retention nach 30 Tagen oder Conversion von Free zu Paid zeigen, ob das Produkt tatsächlich Wert liefert. Ein Startup mit 100.000 Downloads und zwei Prozent Activation hat ein größeres Problem als eines mit 1.000 Downloads und 40 Prozent Activation — aber nur Innovation Accounting macht das sichtbar.

Das Konzept wurde von Eric Ries als Teil der Lean-Startup-Methodik entwickelt und richtet sich an Startups ebenso wie an Innovationseinheiten in etablierten Unternehmen. Es erfordert die Bereitschaft, sich ehrlichen Zahlen zu stellen, statt sich hinter Wachstumsmetriken zu verstecken, die nichts über die Tragfähigkeit des Modells aussagen.

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