Team Topologies ist ein Framework für die Gestaltung von Teamstrukturen, das auf der Erkenntnis aufbaut, dass die Architektur eines Systems die Kommunikationsstruktur der Organisation widerspiegelt. Dieses Prinzip, bekannt als Conway’s Law, bedeutet in der Konsequenz: Wer bessere Software will, muss zuerst die Teams richtig zuschneiden.
Das Framework definiert vier Teamtypen. Stream-Aligned Teams arbeiten entlang eines Wertstroms und liefern direkt an den Kunden. Enabling Teams unterstützen andere Teams temporaer beim Aufbau neuer Fähigkeiten. Platform Teams stellen interne Dienste bereit, die Stream-Aligned Teams nutzen. Complicated-Subsystem Teams verantworten Bereiche, die tiefe Spezialexpertise erfordern. Dazu kommen drei Interaktionsmodi: Collaboration, X-as-a-Service und Facilitating. In einer Organisation mit mehreren Produktteams koennte etwa ein Platform Team die CI/CD-Pipeline und Infrastruktur bereitstellen, damit sich die Stream-Aligned Teams auf ihre jeweilige Fachdomaene konzentrieren können.
Das Buch von Matthew Skelton und Manuel Pais erschien 2019 und hat sich als Standardwerk für organisationales Design in der Softwareentwicklung etabliert. Es eignet sich besonders, wenn Organisationen über einzelne Scrum-Teams hinauswachsen und die Teamstruktur bewusst gestalten wollen.